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Route 8: Segeberg
Landpartie zu Gütern und Seen
Stockseehof

Ein erster Überblick

Stockseehof

Eingerahmt von alten Solitärbäumen steht das klassizistisch anmutende, doch erst 1960-61 errichtete Herrenhaus auf einer kleinen Anhöhe, für das die Hamburger Häuser der Besitzerfamilie Baur Pate standen. Jenseits einer 1816 gepflanzten Lindenallee liegen die Gutsanlage. Was sich heute als malerischer Teich mit einer baumbestandenen Insel zeigt, war einst Standort einer durch einen Wassergraben geschützten Burganlage. Noch bis 1789 stand hier ein Jagdschlösschen. Das Gut gibt der Park&Garden - Country Fair, einer großzügig auf dem Anwesen arrangierten Gartenmesse, einen würdigen Rahmen, in dem jährlich neue Themengärten präsentiert werden. Kreative Gärtner und Landschaftsarchitekten zeigen unter wechselnden Mottos originelle Anlagen, in denen Gartenliebhaber viele Ideen „pflücken“ können. Die Schaugärten entwickeln sich über den Sommer auf erstaunliche Weise, so dass wiederholte Besuche, sei es beim Schleswig-Holstein Musik-Festival oder zur Kirsch- und Himbeerernte, lohnen.

Ein Ort der Sommerfrische

Das Gut Stockseehof, das Dorf Stocksee und der gleichnamige See sind eng miteinander verbunden. 1347 wurde das Dorf erstmalig erwähnt, als der Ritter Nikolaus Splyth sein Gut samt Dorf an das Kloster Reinfeld verpfändete. War Stockseehof noch im 16. Jahrhundert adeliges Gut der Grafen von Reventlow, gehörte das Gut ab 1649 als fürstliches Kammergut zum Besitz des Herzogs Joachim-Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön. Schon die Plöner Herzöge zog es in die Sommerfrische auf ihr Stockseer Jagdschloss. Sie sollen die Krebse aus dem Stocksee als besondere Delikatesse geschätzt haben. Der 200 Hektar große und bis zu 36 Meter tiefe See ist einer der saubersten Seen in ganz Schleswig-Holstein. Daher kann den Ausflüglern heute in der Dorfgaststätte die „Stockseer Edelmaräne“ als Spezialität angeboten werden. Besonders reizvoll ist eine Landpartie zur Raps- und Obstbaumblüte, wenn die Felder gelb und weiß leuchten.

Ideen aus Hamburg

Das Gut Stockseehof ging 1926 in das Eigentum der Hamburger Kaufmannsfamilie Baur über, die seit Jahrhunderten in Blankenese ansässig ist. Den heute öffentlichen „Baurs Park“ ließ Georg Friedrich Baur 1817 bis 1832 dort vom französischen Landschaftsgärtner Joseph Ramée als romantischen Landschaftspark anlegen.

Mehrere Brände auf Stockseehof in den 1920er und 1930er Jahren erforderten den Neubau verschiedener Wirtschaftsgebäude, die der Hamburger Architekt Erich Elingius (1879-1948) plante. 1961-62 erfolgte dann der Neubau des Herrenhauses nach Plänen des Architekten Peter Eberwein. Es entstand ein schlichtes, weiß verputztes Gebäude, das klassizistisch anmutet und für das Hamburger Häuser der Familie Baur Pate standen. Gerahmt von schönen Solitärbäumen steht es auf einer kleinen Anhöhe. Die 1816 gepflanzte Lindenallee führt auf den Wirtschaftshof. Beiderseits eröffnen sich Ausblicke in den Landschaftsgarten, der um 1890 angelegt wurde.

In einer Senke liegt malerisch der Teich mit einer großen Insel, die Schutz für eine mittelalterliche Burg boten und auf der bis 1789 das Jagdschlösschen stand. Heute prägen alte Bäume die Insel. Ihr kühler Schatten lädt zum Verweilen auf einem Rundgang von der Allee zu den „Kleinen Gärten“ ein.

Small Gardens – kleine Gärten

Die Gartenmesse Park & Garden - Country Fair lädt jährlich Anfang Juni zum Schlendern und Schauen auf die Gutsanlage. Außergewöhnliche Pflanzen und hochwertige Gartenaccessoires verführen zur Verschönerung von Haus und Hof. Zur Schau getragene Strohhüte, Blumenkleider und Leinenanzüge erinnern ein wenig an das Flair britischer Gartenschauen. www.park-garden.de

Wie auch bei anderen europäischen Gartenfestivals werden auf Gut Stockseehof jährlich neue Themengärten präsentiert. Der Kreativität der Landschaftsarchitekten und Gärtner sind keine Grenzen gesetzt, das jeweilige Jahresthema in ihren kleinen Gärten mit Inhalten zu füllen. Unter Mottos wie „Kulinarische Gärten“ oder „Andere Länder - andere Gärten“ präsentieren sich die Gärten modern, klassisch oder romantisch. Gerade Besitzer kleiner Hausgärten können hier wertvolle Anregungen finden, aber auch für die Anlage intimer Gartenräume sind viele Ideen zu finden. Die Schaugärten sind nach dem Festival den ganzen Sommer über zu besichtigen.

Stimmungsvoll Obst pflücken und naschen

Auf dem Gut wird neben Ackerbau auch Obstbau betrieben, Kirschen und Himbeeren können auch selbst geerntet werden. Der Pflückspaß beginnt Anfang Juli mit den Himbeeren, Ende Juli bis Anfang August geht es dann auch noch in die Kirschen. Außer den Schattenmorellen, die sich hervorragend für Kuchen, Marmelade, Saft und holsteinische Rote Grütze eignen, sind auch gepflückte knackige Süßkirschen im Angebot. Wer mehr als drei Kilogramm Schattenmorellen pflückt, kann den besonderen Stockseehofer Service nutzen und die Kirschen gleich waschen und entsteinen lassen. Während der gesamten Erntezeit kann man auf dem Bauernmarkt Landprodukte direkt vom Erzeuger mitnehmen und in der urigen Scheune oder auf dem Hof unter alten Bäumen Kaffee und frisch gebackenen Kuchen genießen. Auf den Geschmack bringen die Rezepte rund um Himbeeren und Kirschen unter www.stockseehof.de/rezepte/Rezepte_vom_Stockseehof.pdf. Genaue Informationen zur Fruchtreife und zum Cafébetrieb gibt es über das Erntetelefon 04526-1780 und 1790.

Adresse

Gut Stockseehof
24326 Stocksee
Telefon 04526 - 309715

Eigentümer: Herr Dr. Baur

Öffnungszeiten

Anfang Juni bis Ende September frei zugänglich

Anreise

Icon Parken

Icon Bus

Serviceinformationen

Icon Hund erlaubt   Icon Rollstuhl (teilweise)

Angebote

Veranstaltungen: Park & Garden Country Fair Anfang Juni
Himbeer- und Kirschernte
Weihnachtsmarkt

Angebote für Kinder

Gastronomie

Icon  Cafe  Gut Stockseehof

 

Kontakt

Die nächsten Veranstaltungen