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Schloßpark Tremsbüttel

Ein erster Überblick

Schloßpark Tremsbüttel

Das mit seinen Türmen wie ein Märchenschloss wirkende Herrenhaus Tremsbüttel ist heute ein Hotel. Erbaut wurde es 1893–95 im Stil der Neorenaissance vom Berliner Architekten Hans Grisebach (1848–1904) für den Unternehmer Alfred Hasenclever (1859–1908). Der Garten jedoch entstand in weiten Teilen schon früher, und zwar kurz nach 1777, als Graf Christian zu Stolberg (1748–1821) das adelige Gut übernahm. Der selbst dichtende und mit Klopstock und Goethe befreundete Graf machte Tremsbüttel zu einem geistigen Zentrum. In seiner ursprünglichen Konzeption sollte der Garten ein Gefühl der Harmonie von Mensch und Natur vermitteln, und diese Stimmung ruht auch heute noch hier. Der Park mit seinen schön modellierten Wiesen, Teichen und stattlichen Bäumen gibt dabei immer wieder den Blick auf das Schloss frei. Ein neuer Japanischer Garten und das modern gestaltete Amphitheater bereichern den Park und setzen interessante Akzente.

Das Schloß des Architekten Grisebach

Das Hotel Schloß Tremsbüttel hat seit 1949 schon viele prominente Gäste, darunter Sophia Loren, die Beatles, Leonard Bernstein oder Klaus Kinski begrüßt.

Erbaut wurde es 1893–95 vom Berliner Architekten Hans Grisebach (1848–1904) für den Remscheider Montanunternehmer Alfred Hasenclever (1859–1908) und seine Frau Olga. Wie das Schloß Tremsbüttel, baute Grisebach viele seiner Bauten im Stil der Neorenaissance, griff Elemente der früheren Epoche auf und fügte sie neu zusammen. So gestaltete er auch Pavillons auf den Weltausstellungen in Chicago (1893) und Paris (1900) und errichtete neben seinem eigenen Wohnhaus in Berlin, heute bekannt als „Villa Grisebach“, einem Kunst- und Auktionshaus, unter anderem die Wohnhäuser für seinen Freund Max Liebermann am Pariser Platz und für Gerhard Hauptmann im heute polnischen Agnetendorf.

Mit dem Neubau Grisebachs in Tremsbüttel wurden auch die Gartenanlagen rund um das Gebäude neu gestaltet. Der bis dahin als Teil des Landschaftsparks vorhandene Pleasureground verschwand. Dafür rahmten jetzt Rhododendren, Flieder und Fichten das Schloß und auch die Zufahrt wurde neu angelegt. Blütenreiche Pflanzungen, die sich an der Hasenclever-Ära orientieren umspielen heute das Schloß. Auch ein neuer Hochzeitsgarten ist am Haus entstanden.

Harmonie von Mensch und Natur

Der weitere Park am Schloß jedoch entstand schon gut 100 Jahre früher und zwar kurz nach 1777 als Graf Christian zu Stolberg (1748–1821) mit seiner Frau Louise, geb. von Reventlow das adelige Gut übernahm. Dieser Park blieb auch in der Folgezeit erhalten.

Der selbst dichtende und mit Klopstock und Goethe befreundete Graf machte Tremsbüttel im späten 18. Jahrhundert zu einem geistigen Zentrum, wo sich Gelehrte und Dichter trafen, Vordenker der Aufklärung wie Friedrich Klopstock, Matthias Claudius und Wilhelm von Humboldt sowie der Bruder des Besitzers, Graf Friedrich Leopold zu Stolberg. In enger Verbindung stand Tremsbüttel auch zum Emkendorfer Kreis um Louises Bruder Friedrich von Reventlow, der in Emkendorf nahe Kiel zum kulturellen Austausch lud.

In seiner ursprünglichen Konzeption sollte der Garten ein Gefühl der Harmonie von Mensch und Natur vermitteln. Diese Stimmung strahlt er auch heute noch aus. Der Park mit seinen schön modellierten Wiesen, Teichen und stattlichen Bäumen rahmt dabei an verschiedenen Stellen den Blick auf das Schloß, das zur Zeit Stolbergs noch ein anderer Bau war. Keine weiteren Staffagen und Parkbauten sollten von der Klarheit der künstlerisch gestalteten Natur ablenken, zu der die Wege als stumme Führer leiteten. Malerisch spiegeln sich noch heute anmutige Bäume im Wasser, darunter Blutbuchen und viele andere heimische Baumarten.

Ein asiatischer Anklang

Ein Japanischer Garten und das modern gestaltete Amphitheater haben in den letzten Jahren schöne neue Ruhepunkte im erweiterten Park entstehen lassen. Plätscherndes Wasser und eine asiatisch anmutende Pflanzung vermitteln hier auf andere Art und Weise das Gefühl der Harmonie von Mensch und Natur. Zwischen Yucca und Steinlaternen kann man hier seinen Gedanken nachhängen und interessante Pflanzen betrachten, denn Japanische Gärten strahlen geheimnisvolle Ruhe, Ehrfurcht vor der Natur und Schönheit zugleich aus. Zugleich sind die Gärten von der chinesischen Lehre des Feng Shui und vom Prinzip des Yin und Yang beeinflusst.

Auch sind die Gärten sind so angelegt, dass sich zahlreiche Entdeckungen machen lassen und die Gestaltung aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven betrachtet werden kann. Wege mit unterschiedlichen Belägen, die sich abwechslungsreich durch das Gelände schlängeln, schärfen die Wahrnehmung und laden zum Schlendern ein. An besonders schönen Stellen und Nischen kann man sich auch niederlassen, um den Garten einfach auf sich wirken zu lassen und um ihn eingehend zu betrachtet.

Beim Japanischen Garten handelt es sich gleichsam um eine Miniaturlandschaft, in der Steine symbolisch Berge und Hügel repräsentieren, ein Teich steht sinnbildlich für große Seen oder gar das Meer. Besonders markante Steine symbolisieren außerdem harmonisch mit der Natur eingebundene Tiere oder sind den vom Himmel herabsteigenden Göttern gewidmet.

Neben Steinen und Wasser kommt auch dem Moos und Bäumen in Japanischen Gärten besondere Bedeutung zu. Das Moos gilt im Japanischen als Sinnbild des Alters und dadurch gleichzeitig der Ehre. Bäume stehen für das Leben und in ihrer Individualität auch als Symbol für das Menschsein.

Gerahmt von Rasenkegeln und Heckenkuben schmiegt sich das Halbrund der Freilichtbühne in einen Rasenhang direkt am Japanischen Garten und überträgt die philosophische Aura des nahen Gartens in moderne Formen und Bühnengeist. Im Sommer wird hier zu Veranstaltungen wie Konzerten, Theater und Freiluftgottesdiensten geladen, die den Park wie einst mit Kultur erfüllen. Oft finden diese Feste auch einen kulinarischen Ausklang auf der Schloßterrasse, im Restaurant oder auch im Biergarten.

Adresse

Schloßstraße 10
22967 Tremsbüttel
Telefon 04532 - 2640

Öffnungszeiten

Park ganzjährig frei zugänglich, Schloß als Hotel und Tagungszentrum genutzt
Eintritt: kostenfrei

Anreise

Icon Parken

Icon Eisenbahn Bargteheide, Kupfermühle

Icon Bus Anruf-Sammeltaxi 8119 (T 04532-2883324) "Schloßstraße"

Serviceinformationen

Icon WC   Icon Hund erlaubt   Icon Rollstuhl

Angebote

Führungen: Gartenführungen Hamburger Literaturreisen, Vera Rosenbusch, T 040 - 46882387
Veranstaltungen: gelegentliche Konzertabende und Open-Air Gottesdienste im Amphitheater

Gastronomie

Icon  Cafe  Restaurant im Hotel Schloß Tremsbüttel
Restaurant Rohlfshagener Kupfermühle
Schacht's Gasthof
Hotel Schloß Tremsbüttel

Veranstaltungsorte

Festsäle: Hotel Schloß Tremsbüttel: Alte Kornscheune
Standesämter: Hotel Schloß Tremsbüttel: Hochzeitsgarten & Trauzimmer
Kulturstätten: Schloß Tremsbüttel, Kornscheune und Freilichtbühne

Gärtnereien & Läden

Gärtnereien: Gartenbaumschule Andresen

Weiterführende Informationen

Stadt Ahrensburg, Fachdienst Öffentlichkeitsarbeit

 

Kontakt

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