Route 1: Schleswig-Schlei
Märchen und Mythen der Schleigärten
Ferienhof Oster-Bunsbüll

Ein erster Überblick

Ferienhof Oster-Bunsbüll Die Annäherung an Oster-Bunsbüll über schmale Feldwege verheißt so viel wie der Name der gastgebenden Familie: Ruhe. Die 500 m lange Hofzufahrt begleiten Kastanien. Aus ihrem Schatten gelangt man auf den Hof von 1771 und wird von einem rosengeschmückten Backsteinbau empfangen. Auf der Südseite des Hauses liegt das Herzstück des weitläufigen Gartens. Im Windschatten alter Bäume überspannt eine weiße Bogenbrücke einen Teich, der von reichblühenden Staudenflächen gerahmt ist. Auf den weißen Gartenmöbeln möchte man sich gleich niederlassen und am liebsten noch vor dem Studium der Pflanzenschilder einen hausgebackenen Kuchen probieren. Darüber ist nicht zu vergessen, dass reiche Rhododendrongruppen, Rodgersien, Funkien und Farne auf Bewunderung warten, ebenso wie der Duft- und Tastpfad unbedingt erprobt werden will. Für Kinder und Jugendliche gibt es viel zu erleben und für Erwachsene lohnt sich eine Exkursion in das nahe gelegene Naturschutzgebiet „Hechtmoor“.

Eine wechselvolle Geschichte

Der Salzhändler Hans Christian Schmidt aus Schleswig erwarb 1770/1771 die „30. Satrupholmer Parzelle“, die großflächig mit Buschholz bewachsen war. Überschwemmungen waren in den tiefer gelegenen Flächen an der Tagesordnung, so dass eine landwirtschaftliche Nutzung wohl nur sehr eingeschränkt möglich war. 1781 wird für den Hof – noch immer im Besitz von Hans Christian Schmidt – erstmals der Name „Oster-Bunsbüll“ erwähnt. 1792 wird der Hof verkauft und schon 1795 durch den Zukauf einer Hufnerstelle beträchtlich vergrößert. Eine Inventarliste vom Anfang des 19. Jahrhunderts zeugt davon, dass auf dem Hof 19 Kühe, 6 Starken und 2 Kälber vorhanden waren, weiterhin 4 Pferde, die vermutlich auch im Ackerbau eingesetzt wurden und weiteres Vieh wie Schweine, Schafe, Hühner und eine Gans. Der Wert von Werkzeugen spiegelt sich in dieser Liste wider, sind doch aus heutiger Sicht so einfache Dinge wie Mistforken und Äxte extra erwähnt.

Im 19. Jahrhundert wechselte der Hof mehrfach den Besitzer, wobei wiederholt Frauen seine Geschicke lenkten. Im Jahr 1952 ging die Hofanlage in den Besitz der Familie Ruhe über. Im Jahr 1967 begann der Urlaub auf dem Bauernhof Osterbunsbüll, der nach und nach zum Ferien-, Reiter- und Seminar-Hof ausgebaut wurde. Die schön erhaltene Hofanlage in ruhiger Lage bot sich förmlich an, Gästen als Ort der Entspannung und aktiven Erholung zu dienen. Bei Seminaren, Reiter- und Familienferien können die vielfältigen Gartenpartien genossen werden.

Die Brücke über den Teich

Hinter dem Haupthaus erstreckt sich ein repräsentativer, landschaftlich gestalteter Garten. Im Schutze einer Lindenallee gedeihen vielfältige Gehölze, die dem Garten einen lebendigen Rahmen geben. Zu ihnen zählen Tulpenbaum, Blutahorn, Goldregen, Götterbaum und Korkenzieherweide. Ausgedehnte Rhododendrongruppen verwandeln sich im Frühjahr in ein rauschendes Blütenmeer. Eine Vielfalt von Stauden und Ein- oder Zweijährigen setzen den gesamten Sommer über Farbakzente. Auf der weitläufigen Rasenfläche stehen immer einige Stühle bereit, die zum Betrachten der vielfältigen Szene einladen.

Einen besonderen Akzent setzt ein großer Teich, den Seerosen, Schwertlilien und Hechtkraut schmücken. Schildblätter, Dost und Telekien beleben die Uferpartien. Eine weiße Bogenbrücke ist ein besonderer Anziehungspunkt des Gartens, sie allein hat schon Besucher zum Wiederkommen verführt. Sie stammt aus der Requisite des Schleswig-Holsteinischen Landes-Theaters. Bei der Aufführung von „Land des Lächelns“ hatte sie bereits ihren Dienst getan. Nun schlägt sie einen eleganten Bogen über eine Schmalstelle des Teiches im inneren Garten des Hofs Oster-Bunsbüll. Die Überquerung der Brücke führt auf einen schmalen Pfad, der von üppigster Vegetation umschlossen ist. Der Pfad leitet vom alten in den neuen Teil des Gartens, in dem ein Duft- und Tastpfad nicht nur für Sehbehinderte, sondern auch für Kinder ein besonderes Erlebnis bietet.

Kindern und Jugendlichen wird auch in anderen Gartenteilen des Hofs viel geboten. Grillplätze, eine Grillhütte (Kota), Spiel- und Sportgeräte sind abwechslungsreich in die Hofanlage eingebettet. Weitere Teiche und eine Streuobstwiese machen die Erkundung der gesamten Hofanlage zur einer lohnenden Entdeckungsreise.

Naturschutzgebiet Hechtmoor

Auch die Umgebung des Hofs Oster-Bunsbüll hat viel zu bieten. Spaziergänge und Ausritte führen in eine vielfältige Landschaft mit Feldern, Wiesen und kleinen Wäldern und einem ausgedehnten Wanderwegenetz. Diese kann auch bei einer geführten naturkundlichen Wanderung erkundet werden. Ein außergewöhnliches Ziel ist das nur 150 Meter entfernte Naturschutzgebiet „Hechtmoor“, das bereits 1941 unter Naturschutz gestellt wurde. Das Moor mit seinen ausgedehnten Torfmoosen besitzt eine große Bedeutung für seltene Pflanzen und Tiere, insbesondere Wirbellose. Die Eigentümlichkeit und Urwüchsigkeit dieses Kleinods wirken inspirierend, daher haben schon mehrmals Seminarteilnehmer die künstlerische Auseinandersetzung mit dieser Moorlandschaft gesucht. Die Arbeitsergebnisse werden wiederholt auf dem Hof ausgestellt und bereichern den Besucher um ein weiteres Landschaftserlebnis.

Adresse

Osterfelder Weg 10
24875 Havetoftloit
Telefon 04623 - 570

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: nach Voranmeldung
Eintritt: Spende erbeten

Anreise

Icon Parken auf dem Hof

Serviceinformationen

Icon WC   Icon Hund verboten   Icon Rollstuhl (teilweise)

Angebote

Führungen: Gartenführung + Kaffee und Kuchen 10,00 Euro nach Voranmeldung, T 04623-570

Angebote für Kinder

Gärtnereien & Läden

Gärtnereien: Baum- & Rosenschulen Clausen
Baumschule Alte Obstsorten und Obstmuseum
Kräuter Hasbach

Weiterführende Informationen

Ostseefjordschlei GmbH

 

Kontakt

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